Moderne Feuerwehrwagen

Heutzutage werden Feuerwehrwagen nach verschiedenen Kriterien eingesetzt. Hierzu zählen die Hauptfaktoren der Gefahrenquellen im jeweiligen Einsatzgebiet und die Größe des Einsatzortes. Für besonders großflächige Brände werden Löschpanzer eingesetzt. Dieses Fahrzeug ist vor Explosionen geschützt und findet Verwendung mit Besatzung oder ferngesteuert ohne Personal. Werkfeuerwehren verfügen zum Beispiel oft über Löschpanzer. Bei Industriebränden mit chemischen Materialien werden Turbolöscher eingesetzt, da diese die Löschflüssigkeit zerstäuben können.

Zusätzlich muss ein Feuerwehrfahrzeug je nach Besatzung und nach feuerwehrtechnischer Beladung ausgerichtet sein. Besonderes Augenmerk hinsichtlich Bau und Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge wird somit auf die benötigte Ausrüstung und auf die benötigten technischen Hilfsmittel gelegt. Gern gesehen sind auch Allroundfahrzeuge, die das Löschfahrzeug und die Drehleiter vereinen. Allerdings wurde bis heute kein Konzept entwickelt, welches den Stand von der Entwicklung bis zum beständigen Einsatz standhält. Dies liegt daran, dass diese Fahrzeuge entweder zu groß sind oder die Drehleiter zu kurz geraten ist. Auch die gewünschte Flexibilität im Einsatz konnte leider nicht festgestellt werden, da Drehleiter und Löschfahrzeug im Einsatz nicht immer an der gleichen Stelle benötigt werden. Dennoch geht die Tendenz deutlich dazu über, ein Allroundfahrzeug anzuschaffen. Inzwischen gibt es auch Kombinationen von Gelenkmast- und Rüstwagenfahrzeuge.

Hinzu kommt, dass Feuerwehrfahrzeuge genormt sein müssen. Teilweise gibt es auch nicht-genormte Fahrzeuge, die es schwer machen einen Überblick über die unterschiedlichen Fahrzeugtypen zu behalten. Zu den bekannten Herstellern von Feuerwehrwagen gehören zum Beispiel die Firmen Iveco Magirus, Ziegler, Lentner, Metz und Rosenbauer.

Auch die Technik ist enorm wichtig bei der Herstellung von Feuerwehrfahrzeugen. Bei den modernen Varianten geht man immer mehr dazu über Pumpen generell in das Heck einzubauen, seitlich befindet sich dann oft eine weitere Pumpe, die direkt an einen Tank angeschlossen werden kann. Bei den Alarmeinrichtungen bestehen Feuerwehrfahrzeuge mit einer Sondersignalanlage, die ein Blaulicht und ein Folgetonhorn enthalten. Vorgeschrieben ist bis heute das Blinklicht, anstatt einem blauen Dauerlicht. Die Kommunikation der Feuerwehrfahrzeuge wird zusehends mit Digitalfunk ausgestattet. Weit verbreitet ist allerdings noch das 2-Meter-Band, welches die Handsprechfunkgeräte untereinander verbindet und das 4-Meter-Band, welches die Kommunikation zwischen Leitstelle, Funkeinsatzzentrale und den einzelnen Fahrzeugen abdeckt. Die Entwicklung zum Digitalfunk soll zukünftig eine störungsfreie Kommunikation gewährleisten.

Der Hersteller Lentner stellt zum Beispiel Feuerwehrfahrzeuge mit einer Bildschirmoptik in 3D her. Zusätzlich werden Can-Bus Verknüpfungen verwendet, sodass die Fahrzeuge sofort nach einem kurzen Stopp wieder einsatzbereit sind. Dies spart Zeit und unnötigen Aufwand. Besonders Mercedes und MAN sind Firmen, die die Fahrgestelle herstellen.